Spielberichte 19/20 I.

Tore: 1:0 Stephan Lischka (35.), 2:0 Stefan Richter (39.), 3:0 Erik Pospischil (57.), 4:0 Michael Roigk (73.), 5:0 Benjamin Stern (86.)

VfB mit: Drangosch, Gärtner, Th. Lischka, St. Lischka, Pospischil, Erken, Nemitz, St. Richter, T. Richter, Rink, Roigk – Kriegereit, Stern, D. Lange

FC mit: Koppelt, Hein, Horn, Hühne, Matsch, Opelt, Pohling, Vogt, Voigtländer, Weichert, van Bui – Krüger, Paul, Rusch, Sanne

Astoß: Sonntag, den 21.07. um 17:00 in Lichterfeld

Schiedsrichter: Nico Sehmisch

Assistenten: Tim Lehmann und Sten Seliger

Tore: 0:1 , 0:2, 0:3 Spindler (18., 36., 44.)
VfB mit: Drangosch, St. Lischka, Rink, Nemitz, Wenzel, Erken, T. Richter, Th. Lischka, Gutsche, Vetter, P. Werner – Kotte, Pospischil, Kriegereit, Roigk, Stern, Gärtner
BSG mit: Goldhammer, Klengel, Pohling, Zech, Spindler, Köhler, Wolf, Langhof, Borschke, Ohme, Mörer – Rendler, Schreiber, Pöhler.
Anstoß: Sonntag, den 28.07. um 15:30 in Staupitz

Homepage Stahl Riesa I Sportfest Staupitz

Tore: 1:0 Vetter (20.), 2:0, 3:0 P. Werner (34., 47.), 4:0 Vetter (49.), 5:0 Goßlau (80.)
VfB mit: Drangosch, Rink, Wenzel, St. Lischka, Nemitz, Pospischil, Erken, T. Richter, Vetter, Gutsche, P. Werner – Goßlau, Gärtner, Buchwald, Lischka, Ayata.
FV mit: Lotzmann, Minge, Ayad Mohammed Fauz, Pfennig, Bartels, Steffen, Perkun, Dietrich, Jungnickel, Hennig, Nehrig – Winkler, Wolf, Zeller.
Anstoß: Samstag, den 03.08. um 13:00 in Reichenhain (100 Jahre Fußball in Reichenhain)
Schiedsrichter: Thomas Baumann (Guteborn)
Assistenten: Paul Czerwenka und Sven Lindner

Homepage Gröditz I Sportfest Reichenhain

Tore: 0:1 Guttke (7.), 1:1 Gutsche (32.), 2:1 Roigk (38.), 2:2 Borchert (40.), 2:3 Trehkopf (86.).
VfB mit: Kotte, Th. Lischka, St. Lischka, Nemitz, Rink, Ayata, Erken, T. Richter, Vetter, P. Werner, Gutsche – Gärtner, Roigk, Pospischil.
Lübben mit: Margraff, Leupold, Rehkopf, Guttke, Gutar, Neubauer, Borchert, Gülzow, Müller, Lehmann, Peschk – Michaelis, Menzlow, Lange, Schloddarick
Anstoß: Sonntag, den 04.08. um 15:00 in Oppelhain
Schiedsrichter: Sten Seliger (Finsterwalde)

VfB Hohenleipisch 1912 –1. FC Frankfurt/O.  1:9 (0:3)

Tore:0:1, 0:2, 0:3 Sauer (7., 19., 37.), 0:4 Karaszewski (52.), 0:5 Grothe (53.), 0:6 Henning (55.), 0:7 Grothe (67.), 0:8 Karaszewski (80., FE), 0:9 Grothe (82.), 1:9 Vetter (88.);

Schiedsrichter: Jonas Belke (Cottbus);Zuschauer:153;

VfB: Drangosch, Gärtner (64. T. Lischka), Nemitz, St. Lischka, Goßlau, (74. Kriegereit), T. Richter, Pospischil, Gutsche, Erken (46. Ayata), P. Werner, Vetter.

FCF: Kleine Lamping, Lawrenz, Guttke (64. Rossak), Grothe, Fiebig, M. Frühauf, Wiederhöft (46. Müller), Karaszewski, Georgi, Sauer, Henning (60. Weddemar).

VfB ohne Chance gegen Frankfurt

Mit einem klaren Favoritensieg und einem Heimdebakel endete die erste Landespokalrunde auf dem Hohenleipischer Sportgelände, wo der VfB sogar nur knapp an einer zweistelligen Pleite vorbei schrammte und eine bittere Niederlage quittieren musste. Dabei hatten die Gäste, die erneut den Oberligaaufstieg anpeilen, im Vorfeld mit erheblicher Gegenwehr gerechnet und gingen die Partie entsprechend konzentriert an. Jedoch war durch die frühe Frankfurter Führung (7.), wenngleich aus höchst abseitsverdächtiger Position erzielt, die Richtung schnell vorgegeben und mit dem zweiten Treffer (19.) untermauert. Mitte der ersten Hälfte hatten sich die Hohenleipischer in das Spiel gefunden, der Ball lief besser und nach richtig tollem Angriff über die rechte Seite sahen alle die Kugel schon im Tor. Pospischil nahm die Gärtner-Hereingabe aus fünf Metern direkt gegen die Laufrichtung des Keepers, der mit der Fußspitze den Ball aber doch noch um den Pfosten lenken konnte (33.) und wenig später Paul Wernes Schuss per Faust parierte. Genau in diese Phase machte Sauer mit dem 0:3 seinen Hattrick perfekt und eine Vorentscheidung war schon vor der Pause gefallen. Freilich hatte der Brandenburgligist klare Geschwindigkeitsvorteile und spielte zielstrebiger zum Tor, aber erneut machte es die VfB-Elf den Oderstädtern, wie übrigens bei jedem der FC-Treffer, viel zu leicht. Zudem wurde der Ballführende oft überhastet mit mehreren Spielern angelaufen und so bekamen die Gäste auch noch freie freie Anspielstationen.

Nach der Pause wurde es eine sehr einseitige Angelegenheit mit drei Frankfurt-Treffern in drei Minuten als absoluter Killer gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs. Trotz der klaren Vorsprungs ließen die Gäste in ihrer Spielfreude kaum nach, während die Platzherren viel hinterherlaufen mussten, nach vorn kaum Brauchbares schafften und auch körperlich wenig entgegen setzen konnten, weil sie wegen des Spiel- und Passtempos des 1. FCF kaum in die Zweikämpfe kamen. Frankfurt ließ noch gute Möglichkeiten aus, so traf Frühauf nur die Latte (79.) und Drangosch im VfB-Tor reagierte auch zwei- dreimal stark. In den Schlussminuten kamen die Einheimischen dann doch noch ein paar Mal vor das Frankfurter Tor und den Ehrentreffer durch Vetter (88.) auf klasse Zuspiel von Werner hatten sie sich nicht nur verdient, er verschafft vielleicht ein wenig Linderung im Schmerz der hohen Niederlage, wenngleich der Gegner diesmal einfach zwei Nummern zu groß war und sich eindrucksvoll als Landesmeisterkandidat empfahl.

Bericht und Bilder: Frank Thiemig

Landesliga:

Gelungener Punktspieleinstand für den VfB

Mit einem völlig verdienten Auswärtsdreier beim BSV Guben-Nord startete der VfB 1912 in die Meisterschaft, überbot so das vorher gesetzte Minimalziel und drehte das Resultat nach der glücklichen BSV-Elfmeter-Führung.

Zunächst setzten beide Teams auf Sicherheit, sodass sich alles im Mittelfeld abspielte. Hohenleipisch wohl mit etwas mehr Ballbesitz, Ansätzen zu Kombinationen und einem zaghaften Zug zum Tor, aber zu Abschlüssen kamen sie genau so wenig, wie die Einheimischen. Nach schönem Seitenwechsel hatten die Hohenleipischer dann doch die erste Schuss-Chance durch Valentin Vetter im Spiel (33.), lagen aber wenig später praktisch mit dem ersten Breesener Ball auf das Tor hinten (37.). Christian Schulze hatte sicher vom Punkt verwandelt und konnte mächtig froh sein, dass der Referee nach seinem Bodenkontakt zuvor auf Foul entschied, denn Stephan Lischka hatte klar erkennbar das Bein zurückgezogen.

Hohenleipisch zeigte sich jedoch überhaupt nicht geschockt und mit einem schlitzohrigen Tor belohnte sich Vetter für sein Nachsetzen und glich prompt aus.BSV-Keeper Maik Liersch ließ sich aufreizend Zeit, verzögerte die Aufnahme der Kugel mit den Händen und verspekulierte sich, denn der VfB-Angreifer spitzelte genau im richtigen Moment den Ball ins leere Tor (40.).

Mit Wiederbeginn übernahmen die Gästeschnell und komplett die Spielkontrolle, aber am Strafraum war zunächst noch Schluss, bevor zwei tolle VfB-Angriffe – beide ganz stark eingeleitet von Steven Erken – die Partie drehten und die Entscheidung für Hohenleipisch brachten. Erst passte er auf Ahmet Ayata, der super auf Vetter zum 1:2 durchsteckte (63.) und dann schickte er den Doppeltorschützen, der zwei Gegner inclus. Torwart umkurvte und den Ball an den langen Pfosten brachte, wo Paul Werner leichtes Spiel hatte (68.). Und Vetter hatte sogar gleich noch eine gute Möglichkeit nach einem VfB-Konter nur eine Minute nach dem 1:3. Guben-Nord mühte sich, blieb aber letztlich ohne eine Torchance und VfB-Tormann Max Kotte wurde nicht einmal geprüft. Hohenleipisch spielte clever und mit Übersicht und Disziplin zu Ende, ließ überhaupt nichts zu, zeigte zu keinem Zeitpunkt Nachwirkungen vom Pokal-Aus und erwartet zum Heim-Auftakt mit Dynamo Eisenhüttenstadt sicher ein anderes Kaliber als den BSV an diesem Tag.
Tore: 1:0 Schulze (37., FE), 1:1, 1:2 Vetter (40., 63.), 1:3 P. Werner (68.)
Schiedsrichter: Daniel Habertag (Gahry)
Zuschauer: 100
BSV: Liersch, Kalinke(74. Steidel), Noack (GK, 78. Jünger,), Klopot, Kunzke, Tovela (61. Fröhlich), Schmietendorf, Schulze, Ullrich, Schwittlich.
VfB: Kotte, St. Lischka (GK), Th. Lischka, Erken, Ayata, Rink, Nemitz, Stern (GK, 59. Pospischil), Gutsche (GK), Vetter, P. Werner (90+1. Janke)

VfB-Elf verpasst den Punkt in der Schlussaktion

Wie alle Spiele gegeneianander verlief auch das neunte Aufeinandertreffen beider sehr eng. Gegen insgesamt cleverere Eisenhüttenstädter scheiterte Hohenleipisch an der schlechten Chancenverwertung, am diesmal insgesamt fehlenden Zug zum Tor, leistete sich zu viele Ballverluste und präsentierte sich hinten zeitweilig zu offen, was schließlich die Entscheidung zu Gunsten der Dynamos brachte.

Die Gäste agierten recht robust und spielten agressiv gegen den Ball. Chancen blieben zunächst auf beiden Seiten Mangelware und so fiel die FSV-Führung auch nach einem Freistoß, den Seelig per Kopf einnetzte (33.), wobei VfB-Schlussmann Drangosch die Sicht versperrt war. Die Platzherren mühten sich, die Angriffe wurden ein jedoch ums andere Mal mit einem Abseitspfiff gestoppt.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild, die Hohenleipischer kamen aber nicht voran, auch wenn sie jetzt den Druck etwas erhöhten, vernachlässigten dabei jedoch zuweilen die Defensive und kassierten so nach einer guten Stundeden letztlich entscheidenden Konter.Urbanskyschloss ihn unhaltbar erfolgreich ab (64.) und zwei Minuten später hielt Drangosch mit einer Glanzparade, wieder gegen den Torschützen, das Spiel noch einigermaßen offen.

Die Schlussviertelstunde läutete Vetter mit dem vermeintlichen Anschlusstreffer ein, der Ball lag im Netz, allerdings hieß es erneut, und diesmal höchst strittig, Abseits. Jetzt warfen die Einheimischen alles nach vorn, bestimmten das Geschehen klar und konnten sich noch einmal bei Drangosch bedanken, der gegen Friedrichs Schuss meisterhaft reagierte (80.).

Wenig später klärte sein Gegenüber Grummt einen Gutsche-Schuss aus zwanzig Metern gerade noch zur Ecke, die den fälligen VfB-Anschlusstreffer brachte. Vetter markierte sein drittes Saisontor zum 1:2 und hatte in der finalen Aktion sogar das Remis auf dem Fuß, das insgesamt auch ein gerechtes Ergebnis gewesen wäre, aber aus Nahdistanz verfehlte er das Tor knapp.

Die Gäste feierten ihrten Auswärtsdreier überschwänglich, während die Einheimischen noch lange auf dem Rasen lagen und sich kommende Woche gegen Wernsdorf werden strecken müssen, um Zählbares zu holen.  

Tore: 0:1 Seelig (33.), 0:2 Urbansky (64.), 1:2 Vetter (82.)
Schiedsrichter: Chris Budde (Jüterbog)
Zuschauer: 111
VfB: Drangosch, St. Lischka (GK), Th. Lischka, Nemitz (72. Roigk), Pospischil, T. Richter, Erken, Ayata, Gutsche, Vetter, P. Werner.
FSV: Grummt, Altengof, (77. Ahmadi, 89. Arrach), Seelig (GK), Weniger (GK), Kretschmann (GK), Grätz (GK), Glaser (46. Urbansky), Klippenstein, Hantelmann, Busch, Friedrich (GK).

VfB-Elf mit großer Moral, am Ende aber ohne Punkte

Tempo, reichlich und teils schöne Tore, Rückschläge, tolle Aufholjagd, gehaltener und verwandelter Strafstoß, dazu eine heiße Schlussphase und das alles bei hochsommerlichen Temperaturen. Dem Hohenleipischer Publikum wurde im Grunde alles geboten, was ein Fußballspiel ausmacht, nur standen die VfB-Kicker am  Ende wieder mit leeren Händen da. Wie schon in der vergangenen Saison gab es zwischen beiden Teams sieben Tore, diesmal hatten die Wernsdorfer aber nur eins mehr.

Die Platzherren begannen die Partie kontrolliert, ließen den Ball gut laufen und hatten mit zwei Klasse-Flanken von Rink und Richter, die Vetter beide denkbar knapp verpasste einen vielversprechenden Start (2. + 3.) und Roigk legte nach zehn Minuten das Leder im Strafraum flach zurück, fand aber keinen Abnehmer. Dann tauchte Gutsche allein vor Kammler im SV-Tor auf, scheiterte jedoch (22.). War Wernsdorf kurz vorher erstmals im VfB-Strafraum, lagen die Gäste kurz darauf urplötzlich vorn. Ein folgenschweres VfB-Fehlabspiel, ein Pass auf den allein auf weiter Flur wartenden Richter, der nur noch ins leere Tor schieben brauchte. Damit hatten sich die Einheimischen ihre gute Leistung selbst zunichte gemacht und beim nächsten Fehlpass genau in die Beine eines Wernsdorfers, hatte man Glück, dass Richter von halbrechts drüber schoss (33.). Der VfB weiter die aktive Elf, an der Strafraumgrenze war aber Schluss, wie auch in der 38. Minute. Der VfB am rechten Strafraum Frankonia-Eck gestellt, ein langer Ball in die Spitze und Griebsch zum 0:2 und beinahe wäre es noch schlimmer gekommen, denn Lüdke zielte frei aus Nahdistanz in der Schlussminute des ersten Durchgangs daneben. Kurz vorher hatte Richter noch den Anschlusstreffer auf dem Fuß,setzte die scharfe Rink-Eingabe aber neben den Pfosten.

Das Pausenresümee war eindeutig: Hohenleipisch spielbestimmend, brachte sich mit zwei Leichtsinnigkeiten quasi selbst in Rückstand, während Wernsdorf nur reagierte, ohnehin eher auf Konter setzte.

Ob es VfB-Trainer Lars Richter in seiner Kabinenansprache genau so vorgegeben hatte ist fraglich, aber seine Mannschaft begann die zweite Hälfte wie die Feuerwehr. Genau 35 Sekunden war der Ball wieder im Spiel, da hatte Vetter den Anschluss hergestellt und nur zwei Minuten später Rink mit sehenswertem Kopfball den Ausgleich erzielt.

Alles wieder offen, alles auf Null gestellt, die Heim-Elf nun mit viel Willen auf dem Weg das Spiel zu drehen und wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn Stephan Lischkas Schuss aus achtzehn Metern nicht nur den Torwinkel touchiert, sondern ins Netz gegangen wäre (53.). So aber schlug die Kugel nach einer Wernsdorfer Ecke auf der andern Seite ein, weil Richter nach ungeordnetem VfB-Stellungsspiel unbedrängt genau in den Knick köpfte (60.) und es schlossen sich turbulente Minuten an. Ein sehr umstrittener Elfmeter für den SV war nur das prägnanteste Bespiel für die Tendenz der sehr jungen Schiedsrichterin, im Grunde die fifty-fifty Entscheidungen für die Rand-Berliner zu entscheiden. Sie sah das vorangegangene Foul im Strafraum, jedoch parierte Drangosch den von Griebsch in fast überheblicher Manier geschossenen Strafstoß (61.). Und nur wenig später nahm der eingewechselte Kusche den Kontakt mit Stephan Lischka dankend an und es ertönte der zweite Strafstoßpfiff, aus VfB-Sicht sicher unglücklich, aber vertretbar. Diesmal verwandelte Richter sicher zum 2:4 (64.). Der nächste Tiefschlag für die Platzherren, die sich nicht geschockt zeigten und im letzten Viertel erneut Anlauf nahmen, den Rückstand aufzuholen. Griebsch gab noch zwei Schüsse ab, die Drangosch keine Probleme bereiteten (71., 74.), aber die Schlussviertelstunde bestimmten die Hohenleipischer komplett. Vetter, von links allein auf den Keeper zulaufend, blieb noch an Kammler hängen, jedoch traf Rink mit seinem zweiten Tor zum erneuten Anschluss für den VfB (78.). Jetzt warfen die Platzherren wirklich alles nach vorn, rannten unermüdlich, mehrfach tauchte Keeper Drangosch mit im SV-Strafraum auf, es klappte aber nicht mehr mit dem Ausgleich, den sich die VfB-Kicker allemal verdient gehabt hätten. Gleich wenn es nichts Zählbares gab und die Kicker natürlich enttäuscht waren, konnten die Hohenleipischer erhobenen Hauptes vom Platz gehen.

(ft)

Tore: 0:1 Richter (25.), 0:2 Griebsch (38.), 1:2 Vetter (46.), 2:2 Rink (48.), 2:3, 2:4 Richter (60.), (64. FE)
Schiedsrichterin: Elisa Schicketanz (Sonnewalde)
Zuschauer: 101
VfB: Drangosch, Nemitz, Rink, Wenzel, St. Lischka, Erken (74. T. Lischka), Richter, Ayata (66. Pospischil), Gutsche (80. Janke), Roigk, Vetter.
SVF: Kammler, Buske, Blagojevic (54. Kusche), Prescott, Holz, Kannapusch, Bartz, Lüdke, Milz (64. Lidloff), Griebsch (73. Medewitz), Richter.

Bilder: F. Thiemig und E. Jurowski

Landesliga: Mit diesem völlig verdienten und nie gefährdeten Sieg konnten die Hohenleipischer ihr Minimalziel übertreffen und hätten am Ende noch deutlicher vorn liegen müssen. Nach zwei Minuten hatte Vetter die erste Großchance zur Führung, wenig später Goßlau die nächste, bis Doppelpacker Paul Werner Mitte der ersten Hälfte das überfällige 0:1 besorgte. Mit seinem 0:2 kurz nach Wiederbeginn sicherte der VfB-Angreifer seiner Elf den zweiten Auswärtsdreier. Schöneiche wurde komplett in Schach gehalten und blieb über die gesamte Partie, bis auf wenige Standards, harmlos. Im zweiten Abschnitt ließen die Gäste mehrere, teils klare Chancen z.B. von Youngster Janke und Routinier Ayata liegen, spielten die Partie aber souverän zu Ende. (ft)
Tore:0:1, 0:2 P. Werner (26., 54.)
Schiedsrichter: Enrico Großimlinghaus (Kleinmachnow)
Zuschauer: 65;
SV: Küter, Santiago da Costa, Schmidt (81. Schütze), Karlsch, Kühnel, Mitscherlich, Demann, Dingeldey, Schäfer, Laube (60. Rakete) , Teterea (66. Gomes dos Santos)
VfB: Drangosch, St. Lischka, Erken, Th. Lischka, Ayata, Stern, Richter, Wenzel, Goßlau (71. Pospischil), Vetter (75. Janke), P. Werner.

Punkteteilung nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten

Landesliga:

Es bleibt dabei, Fürstenwalde II kann gegen Hohenleipisch auch im elften Duell nicht gewinnen, allerdings gelang den Platzherren auch nicht der erhoffte erste Saisonheimsieg. Den ersten Abschnitt dieser flotten und abwechslungsreichen Partie dominierte Hohenleipisch freilich klar, ließ aber die Chancen, wie in den letzten Spielen häufig,liegen. In der zweiten Halbzeit hatte Union II mehr Zugriff und auch die besseren Möglichkeiten, sodass die Punkteteilung in Ordnung geht.

Dennoch war Fürstenwaldes Spielertrainer Mlynarczyk unzufrieden. “Nach den Chancen in der zweiten Halbzeit hätten wir gewinnen müssen.” Das war aber nur die halbe Wahrheit, denn vor der Pause ließen die VfB-Kicker dem FSV überhaupt keinen Raum, gaben von Anfang mit gutem Spielaufbau, Ordnung in der Abwehr und starkem Pressing den Ton an. Roigk verpasste nach schönem Angriff über rechts per Kopf schon nach vier Minuten die Führung und war auch an einer heiklen Szene beteiligt (24.). Der insgesamt gute Gäste-Keeper warf sich dem Stürmer am Torraumeck entgegen, berührte zwar den Ball, aber mit beiden Händen auch Roigk an dessen Füßen, sodass er zu Fall kam.Am Ende aber wohl korrekt, dass der gut leitende Referee Schultz weiterspielen ließ. Nur zwei Minuten darauf lag der Ball im Union-Tor, Absender Stern kam aber aus dem Abseits. Es war die beste Phase im Spiel der Hohenleipischer, die über die Flügel gefährlich wurden, im Abschluss hatten aber Stern und Werner etwas Pech, dass ihre Schüsse um Zentimeter neben den langen Pfosten gingen (30., 32.). “Das sieht gut aus, jetzt müssen wir uns auch belohnen.” forderte VfB-Trainer Lars Richter. Daraus wurde aber nichts und zudem stabilisierte sich Fürstenwalde in der Schlussphase der ersten Halbzeit etwas, hatte auch seine erste gefährlich Szene nach Angriff über links (40.). Kurz vor dem Pausenpfiff verpassten die Platzbesitzer mit der nächsten dicken Möglichkeit zum wiederholten Male das Führungstor. Rink hatte sich rechts glänzend durchgesetzt und vors Tor geflankt, wo Roigk nicht genug Druck auf den Ball bekam. (43.).

Mit Beginn von Hälfte zwei traten die Gäste ganz anders auf, spielten besser gegen den Ball und hatten durch den agilen Nikzad auch die erste Möglichkeit (54.). Nur schleppend und dann auch nicht konstant fand Hohenleipisch wieder zur Ordnung, hatte durch Werner in der 55. Minute den ersten Torschuss und kurz darauf doch wieder eine große Chance. Den Richter-Freistoß fast von der Eckfahne köpfte Rink wuchtig, aber nicht platziert genug (60.), genau wie Werners Freistoß aus zentraler Position denkbar knapp daneben ging. (63.).Musste sich VfB-Keeper Drangosch bei einem FSV-Konter das erste Mal ganz lang machen, wäre er beim nächstenmachtlos gewesen, aber Nikzad ballerte Mlynarczyks Zuspiel über den Kasten (66.). Das gleiche Muster mit den gleichen Protagonisten, diesmal von der anderen Seite, brachte den VfB wenig später in Rückstand (70.). Die Antwort der Einheimischen kam aber postwendend. Rink mit genauem Pass auf Ayata, der mit einem Strich aus zwölf Metern unter die Latte den Ausgleich markierte (72.) – ein klasse Tor. Alles wieder offen und für jeden noch alles drin. Riesenglück hatte Hohenleipisch, als Nikzad kurz vor der Strafraumgrenze völlig frei den Ball an die Lattenoberkante des leeren VfB-Tores setzte (76.). Erneut war ein Konter gegen aufgerückte Hohenleipischer, die sich jetzt mehr Abspielfehler leisteten, Ausgangspunkt und wahrscheinlich brachte vornehmlich diese Szene den FSV-Coach in Rage, der konnte sich aber auch bei seinem Keeper bedanken, dass der den Ball nach Werner-Schuss gerade noch und wohl doch in Höhe der Torlinie festhalten konnte (82.). In der Nachspielzeit stockte den Zuschauern dann doch noch einmal der Atem als die Fürstenwalder tatsächlich noch den Siegtreffer auf dem Fuß hatten, Drangosch aber letztlich gut reagierte und schon vorher seine Elf im Rennen gehalten hatte. Mit diesem Remis verloren beide Mannschaften einen Platz in der Tabelle, bleiben aber im oberen Mittelfeld. (ft)

Tore: 0:1 Nikzad (70.), 1:1 Ayata (72.)
Schiedsrichter: Uwe Schultz (Neuhausen)
Zuschauer: 129
VfB: Drangosch, Wenzel, Nemitz, Rink, T. Richter, Th. Lischka, Erken, Stern (67. Ayata), Gutsche, Roigk,, P. Werner.
FSV II: Kühn, Buchwalder (GK), Steinmetz, Kosch, Nikzad, Bamba (GK, 46. Lehmann), Bezill, Mlynarczyk, Woldt (78. Savadogo), Hikade, Dörfer.
Ergebnisse und Tabelle I Homepage FSV I

Landesliga: Der VfB Hohenleipisch 1912 tat sich erneut in Wildau schwer. Trotz 90 Minuten Feldüberlegenheit verliert der VfB durch zwei krasse Abwehrfehler. Eine Vielzahl von Tormöglichkeiten in der 2. Halbzeit wurden von den Hohenleipischern nicht genutzt und Wildau verteidigte aufopferungsvoll den Vorsprung aus der ersten Hälfte.
Bereits nach einer viertel Stunde Spielzeit traf Philipp Damm für die SG und mit einem “Kunstschuss” aus knapp 20 Metern sorgte Tobias Wieczorek für den frühen Endstand nach 21 Minuten. Hohenleipisch versuchte in der zweiten Hälfte alles, die Spieler motivierten sich gegenseitig, aber der erhoffte Erfolg blieb aus. Mit dieser Niederlage fällt der VfB auf Platz 9 zurück und am kommenden Samstag erwarten die 1912er den ungeschlagenen Tabellenführer Großziethen.
Tore: 1:0 Damm (16.), 2:0 Wieczorek (21.)
Schiedsrichter: Dominik Kolm (Seelow)
Zuschauer: 40
SG: Alexander, Speiler, Kalmuczak (64. W. Neumann, GK), Babinowsky, Wiechert, Müller, St. Neumann (46. Bensing), Niemeyer, Damm (55. Brendel), Bolduan (GK), Wieczorek.
VfB: Drangosch, St. Lischka, Wenzel (GK), Rink, Nemitz (64. Otto), Pospischil, T. Richter, Stern, Erken, Gutsche, P. Werner.

Hohenleipisch lässt Spitzenreiter keine Chance

Landesliga:

Welch ein Fußballnachmittag auf dem Hohenleipischer Sportgelände!

Nachdem schon die zweite Mannschaft zuvor mit dem klaren Sieg ihren Aufwärtstrend bestätigt hatte, setzte die Erste in einem Top-Landesligaspiel mit neunzig Minuten Tempo von beiden Teams noch eins drauf. Starke Defensive, klasse Umschaltspiel, tolle Spielzüge, Dreierpack von Werner, gewonnene Zweikämpfe, Leidenschaft der Spieler, von denen man in diesem gut funktionierenden Gebilde gar keinen herausheben kann – all das Mosaiksteine zum dritten Saisonsieg in Folge.

Freilich hatte man sich bei den Gastgebern vorgenommen, dem souveränen Tabellenführer Paroli zu bieten, aber was die Richter-Elf bot und vor allem wie sie es tat, beeindruckte einfach. Mit einer Top-Leistung schlug der VfB den bis dahin verlustpunktfreien Spitzenreiter deutlich und verdient und war in allen Belangen das bessere Team.

Die Partie startete temposcharf und sollte bis zum Abpfiff kaum davon einbüßen. Zunächst bekamen die Gäste mit ihren sicheren Zuspielen den angestrebten Ballbesitz, hatten aber erst in der 15. Minute ihre erste Strafraumszene nach Freistoß und schon jetzt war der solide Defensivverbund der Platzherren augenscheinlich. Kurz vorher war Lischka auf der anderen Seite durch einen höchst fragwürdigen Abseitspfiff in bester Position ausgebremst worden und per Freistoß vom rechten Strafraumeck setzte Wenzel dann ein Achtungszeichen, Paul Werner verzog den Nachschuss knapp (18.). Genau so knapp wurde es vor dem VfB-Tor, als Göcer gegen den glänzend reagierenden Drangosch scheiterte (21.).

“Wenn wir mit der Eins-gegen-Eins-Situation in Führung gehen, läuft das Spiel vielleicht anders, so aber ist das ein vollauf verdienter Sieg von Hohenleipisch, wir sind heute völlig überlaufen worden.” resümierte Gäste-Coach Simon Rösner anschließend, der im Übrigen eine angenehme und gastfreundliche Atmosphäre auf dem Gelände attestierte.

Eine fraglos wichtige Aktion vom Heim-Keeper und in der Folgezeit kamen die Hohenleipischer aus ihrer sicheren Deckung immer besser ins Spiel, arbeiteten stark gegen den Ball und erarbeiteten sich Möglichkeiten. Paul Werner mit Drehschuss nach einem genauen Pass aus dem zentralen Halbfeld verzog knapp (30.) und verpasste drei Minuten später eine flache Hereingabe von Pospischil. Die Hohenleipischer stellten die Wege gut zu, verschoben sich klug und ließen dem Gegner kaum Anspielstationen. “In den letzten Minuten vor der Pause hat sich Hohenleipisch die Führung richtig verdient.” Der Gäste-Trainer hatte da einige VfB-Angriffe über die Flügel vor Augen, z.B. als Rink diagonal auf den frei stehenden Werner passte, der hier noch Pech hatte und ausrutschte (37.), gleich aber das 1:0 besorgen sollte. Ein toll herausgespieltes Tor über die rechte Seite, von wo Goßlau vor das Tor flankte und Werner cool einnetzte (38.). Der erste Rückstand für die SG in dieser Saison und eigentlich hätte der zwei Tore betragen müssen. Lischka mit Riesenmöglichkeit auf Flachpass von Werner, setzte unbedrängt die Kugel aus zwölf Metern drüber (41.). Zwei Eckbälle für Großziethen beendeten die erste Halbzeit und Heinrich hatte per Kopf auch nur knapp daneben gezielt (45.).

In der Pause nur zufriedene Gesichter und lobende Kommentare für den VfB-Auftritt und auch Fragen, ob sich die ausgelassene Chance noch rächen würde und man mit einem Sturmlauf der Gäste rechnete.

Die hatten zwar mit Wiederbeginn nach Umstellung im Zentrum einen Mann mehr und Wittmann nach vorn beordert, erspielten sich aber nicht eine echte Torchance und blieben auch mit Standards letztlich harmlos. Die Platzherren hatten auf dem Rasen alles im Griff, auch als es bis zur 60. Minute hin und her ging. Nemitz’ Kopfball touchierte den SG-Pfosten (52.) und Goßlau zog vom Strafraumeck ab (54.), bevor ein Großziethener-Freistoß, der eigentlich nie einer war, ebenfalls nichts einbrachte (59.). Der VfB übernahm wieder die volle Spielkontrolle mit sehr guter Raumaufteilung, guten Laufwegen und als Schlüssel einem funktionierenden Umschaltspiel. Dazu wurden nach wie vor fast alle Zweikämpfe gewonnen und mit dem 2:0 der Lohn eingefahren. Daran sicherte sich Pospischil einen dicken Anteil, umkurvte rechts am Strafraum drei SG-Kicker und legte mit Übersicht für Werners zweites Tor auf (66.).

Nach dem Doppelwechsel der Gäste machten die Hohenleipischer den Doppelschlag und damit die Vorentscheidung perfekt. Wieder sauber herausgespielt über Pospischil, Lischka mit Super Diagonalball auf den gerade eingewechselten Vetter, der am Tormann vorbei, jedoch leicht abgetrieben, zurück auf Richter legte – 3:0 (71.). In der Schlussviertelstunde wurde es minimal hitziger, schließlich bahnte sich die erste Pleite für die Gäste an, es häuften sich Freistöße, aber die Einheimischen blieben dran, blieben konzentriert, ließen sich auf nichts ein und hatten nach erneutem Tempoangriff eine Riesenchance, Richter traf aus spitzem Winkel aber den Ball nicht richtig (87.). Anders Werner kurz vor Schluss mit seinem zweiten Dreierpack in Folge – wieder ein sauber herausgespielter Treffer (89.).

Damit war Saisonniederlage Nr. eins für Großziethen perfekt, das vorerst auf Rang zwei abrutschte, aber ein Spiel im Rückstand gegen den neuen Spitzenreiter Wernsdorf ist.

Hatten die Hohenleipischer in der Vorwoche nach fünf erfolglosen Versuchen ihre Heimbremse gelöst, scheinen sie jetzt in Schwung zu sein, sich gefunden zu haben und dürften für das EE-Derby in Schlieben gerüstet sein. (ft)

Tore: 1:0, 2:0 Paul Werner (38., 66.), 3:0 Tom Richter (71.), 4:0 Paul Werner (89.)
Schiedsrichter: Steven Hebbe (Michendorf)
Zuschauer: 122
VfB: Drangosch, Wenzel, Gutsche, Nemitz, St. Lischke (GK), Rink, Erken (82. Stern), T. Richter, Goßlau (65. Vetter), Pospischil (84. Roigk). P. Werner.
SGG: Schulze, Wenzeck, Beyer, Rätsch, Bünsow (68. Coskun), Wittmann (68. Kling), Meng, Lorke (GK), Lange (GK), Heinrich, Göcer.

Fotos von F. Thiemig und E. Jurowski

Hohenleipisch gewinnt verdient das Süd-Derby


Landesliga: 

Die Hohenleipischer nehmen verdientermaßen den vollen Punktesatz aus der Elsterkampfbahn mit und holen den Sieg im Süd-Derby, der bei besserer Chancenverwertung auch noch höher hätte ausfallen können. Der VfB bestimmte das Geschehen fast über die gesamte Zeit und verpasste nach dem Wechsel in einer kurzen Briesker Drangphase mit Kontern die vorzeitige Entscheidung. Die Gäste waren zweikampfstärker, jeder kämpfe für jeden und kein Ball wurde verloren gegeben und dazu zeigten sie starkes Umkehrspiel. Die nach dem Anschlusstreffer etwas hektische Schlussphase änderte am Ergebnis nichts mehr.

Die Gäste erwischten eine super Anfangsphase, übten sofort Druck aus und wurden schnell belohnt. Ein langer Ball von Rink auf Roigk, der nutzte den Fehler des FSV-Verteidigers und passte quer zu Vetter, der am Keeper scheiterte und Roigk staubte zum 0:1 ab (3.).

Hohenleipisch wirkte sehr bissig und gewann in dieser Phase alle Zweikämpfe. Dann dribbelte Stern von links nach rechts, passte auf Werner, der toll auf die andere Seite verlagerte, wo Rink zum Schuss kam und Ehrlich zur Ecke klärte. (8.). Brieske kam zu seiner ersten Möglichkeit, als die Hohenleipischer einmal schläfrig wirkten und John zentral frei eine Direktabnahme aber daneben setzte (12.). Der VfB stand sehr gut, die erste Reihe griff ab der Mittellinie an, Räume wurden schön verengt und nach Ballgewinn ging es flott nach vorn. Genau so bauten die Gäste auch ihre Führung aus nach Super-Konter über Gutsche, Roigk und Vetter, der in den Strafraum zog und sich im Eins-gegen-eins behauptete. Seine Querablage netzte Roigk schließlich zum Doppelpack ein (25.). Die beste Briesker Möglichkeit vereitelte VfB-Tormann Drangosch, als er einen gefährlichen Freistoß von Schmidt entschärfte (33.). Aus der nachfolgenden Ecke ergab sich für Rietschel noch die Möglichkeit, der aber verzog. Der VfB stand jetzt tief, aber sicher und zwei Briesker Standards verpufften bzw. brachten nichts ein.

Eine Zwei-Tore-Führung der VfB-Elf gab es auch im Vorjahr, die dann noch hergeschnkt wurde, aber diesmal ging es erst einmal mit diesem Ergebnis in die Kabinen, nachdem sich die Gäste als das deutlich aktivere Team präsentiert hatten.

Und gleich nach Wiederbeginn gab es die Chance auf das dritte Tor nach einer starken Hohenleipischer Kombination, aber Erken zögerte zu lange im Strafraum (49.). Brieske indes agierte recht einfallslos gegen die engmaschige Defensive mit Gutsche als starken und disziplinierten Sechser und Nemitz und Stephan Lischka standen sehr gut. Roigk und Vetter, der einen Abpraller nach Ecke knapp daneben setzte (60.), waren viel unterwegs und behaupteten vorn die Bälle.

Das Spiel wurde härter, Brieske drückte kurzzeitig und nach klasse Konter über Roigk und Rink verpasste der VfB die Vorentscheidung, weil die Eingabe in den Rücken der Abwehr knapp verfehlt wurde (66.). Drangosch parierte eine FSV-Möglichkeit und dann hatte Paul Werner die Riesen-Chance zum 0:3 (72.). Nach starker Vorarbeit und Anspiel von Vetter tauchte er allein vor dem Briesker Kasten auf, zielte aber links vorbei. Auch der nächste Gäste-Konter wurde zu ungenau abgeschlossen, sodass der Anschlusstreffer – per Kopf versenkte Özcelik den vom 2. Pfosten wieder hereingelegten Freistoßball aus fünf Metern (79.) –  naturgemäß eine hektische Schlussphase nach sich zog. Brieske hatte einige Freistößen aus dem Halbfeld oder von der Mittellinie, blieb aber letztlich ohne klare Aktionen und weitere Torchancen bleiben beiderseits aus.

Allerdings hatte Nemitz in der Nachspielzeit nach einer Einzelaktion über halbrechts das 1:3 auf dem Fuß, aber auch so nahmen die Hohenleipischer diese wichtigen drei Punkte mit, weil sie diesmal ganz anders auftraten und ihren Vorsprung ins Ziel brachten.

Mit dem einzigen Auswärtssieg des Spieltages, den dritten der laufenden Saison, rückte der VfB in das dicht gestaffelte Mittelfeld.

Tore: 0:1, 0:2 Roigk (3., 25.), 1:2 Özcelik (79.)
Schiedsrichter: Uwe Schultz (Neuhausen)
Zuschauer:
139
FSV: Ehrlich, Bubner (57. Krengel), Malinski, Jautze, Rietschel, Heine, Schumann, John (70. Özcelik), Schmidt, Schurig, Becker (70. Schulze).
VfB: Drangosch, Rink, Richter, St. Lischka, Nemitz, Stern (46. Wenzel) Erken, Gutsche, Roigk (90.+3 Pospischil), Werner, Vetter (77. Otto).
Bericht: Frank Thiemig
Bilder: Eckehard Jurowski
Ergebnisse und Tabelle I Homepage Brieske I

Guben mit Blitztor zum erneuten Dreier beim VfB

Der VfB Hohenleipisch verpasst nicht nur im mittlerweile fünften Anlauf den ersten Saison-Heimsieg, sondern kann auch den Derby-Dreier der Vorwoche nicht veredeln. Wie schon in der vergangenen Saison nimmt Guben den vollen Punktesatz mit an die Neiße.

Und wieder war es ein frühes, diesmal sogar ein Blitztor, das die Entscheidung brachte. Die Einheimischen hatten nach der Führung fast die gesamten neunzig Minuten Zeit, den Rückstand zu drehen, machten sich das Leben aber selbst schwer, spielten zu umständlich, hatten kaum direkten Zug zum Tor und blieben dort zu ungenau. Allerdings spielte der 1. FCG sehr clever mit gut gestaffelter Abwehr, was schließlich Früchte trug.

Schon in der Frühphase – und dabei sogar schon vor dem Treffer des Tages – hatten die Hohenleipischer ihre Möglichkeiten. In der ersten Minute schoss Paul Werner knapp drüber und dann parierte Keeper Neugebauer den Fallrückzieher von Stern (3.). Im Gegenzug setzte Hetzel aus etwa zwanzig Metern die Kugel ins lange Eck. Drangosch war zwar noch dran, konnte den Treffer des Tages aber nicht verhindern. Nach einer guten Viertelstunde rettete er dann allerdings glänzend bei einem Gäste-Schuss von der Strafraumgrenze. Dann wieder die Platzherren mit einer Großchance, aber Richter zielte nach seinem Solo knapp links vorbei (22.) und auch Werners Versuch aus der Distanz ging über den Kasten (25.). Die VfB-Elf spielte weiter kompliziert und insgesamt mit zu wenig Drang nach vorn. So war in der Schlussphase der ersten Hälfte Guben am Drücker, hatte durch Pulm, der völlig frei vor Drangosch auftauchte (32.) und dann einen Freistoß knapp drüber setzte (42.) Möglichkeiten und auch Mariusz Pitka (39.) verfehlte aussichtsreich das Tor.

Kurz nach Wiederanpfiff haderten die Hohenleipischer mit einer nicht nur strittigen, sondern Fehlentscheidung des Schiedsrichters, der, und nicht etwa sein Assistent, Vetter aussichtsreich vor dem FC-Tor im Abseits gesehen haben wollte. In der Folge häuften sich die Fehlabspiele beim VfB und es wurde immer wieder zu eng, dagegen verpasste Guben zweimal die Vorentscheidung. Erst spitzelte Pita das Leder am linken Pfosten vorbei (65.) und dann bot sich Pulm die Riesenchance zum 0:2, aus fünf Metern schoss er den Ball aber in die Arme von Drangosch – Glück für den VfB (72.), der so im Spiel blieb und in der Schlussphase beinahe noch ausgeglichen hätte, drei gute Chancen aber ungenutzt ließ. Der tolle Dreißig-Meter-Fernschuss von Lischka ging Zentimeter links vorbei (85.), Vetter setzte das Leder von der Strafraumgrenze um Haaresbreite drüber (88.) und in der Nachspielzeit zeigte der FC-Schlussmann beim Lischka-Freistoß eine Glanzparade und hielt so den Auswärtssieg des 1. FCG fest.

Hohenleipisch tritt quasi weiter auf der Stelle, bleibt im unteren Mittelfeld hängen, Guben verkürzte den Abstand in diese Richtung etwas. (ft)

Tor: 0:1 Nico Hetzel (3.)
Schiedsrichter: Mark Ruhner (Hornow)
Zuschauer: 125
VfB: Drangosch, St. Lischka (GK), Nemitz, Gutsche, Kriegereit (78. Gärtner, 82. St. Werner), Erken, Stern (55. Pospischil), T. Richter, Roigk, P. Werner, Vetter.
FC: Neugebauer, N. Hetzel (68. Ch. Hetzel), Rys (GRK 90+3.), R. Pietka (78. Schulze), Sheriff, Schwärtzke, Pulm (GK, 87. Tzscheppan), Woryta, M. Pietka (GK), Olszak (GK), Piotrowski.

VfB mit Mannschaftsgeist zum Auswärtssieg

Die Hohenleipischer bleiben auswärts weiter erfolgreich und gewinnen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung beim BSC. Die Gäste übernahmen früh die Kontrolle auf dem Rasen in der Triftstraße und gingen prompt in Führung. Bei einem Blankenfelder Rückpass überlief Richter den letzten Mann und versenkte die Kugel cool ins linke untere Eck (9.). Der VfB blieb dran und belohnte sich nach einem super Spielzug über Erken und Paul Werner mit dem zweiten Treffer. Vetter war am Ende völlig freigespielt und vollendete trocken gegen die Laufrichtung des Torwarts (21.). In der Folge wurden die Einheimischen aber stärker und kamen per Handelfmeter zum Anschlusstor (29.). Damit war wieder Spannung in der Partie und die Hohenleipischer mussten aufpassen, dass das Ganze nicht kippt, denn bislang hatte die Elf von Lars Richter alles im Griff, stand aber weiter gut, auch wenn die Preußen eine Kopfballchance aus Nahdistanz knapp daneben setzten (34.).

Blankenfelde startete viel besser in die zweite Hälfte, hatte auch die ersten Möglichkeiten nach einer Links-Flanke – der Ball ging am langen Pfosten vorbei (49.) – und per Fernschuss, ebenfalls knapp daneben (52.). Mit einer Glanzparade sicherte VfB-Keeper Kotte noch die knappe Führung (58.), aber im Spiel seiner Elf gingen die Bälle in dieser Phase zu schnell verloren und der Ausgleich (70.), auch wenn durch einen Dreißig-Meter-Sonntagsschuss erzielt, hatte sich angedeutet und war dementsprechend auch verdient.

Das Spiel stand nach dem 2:2 auf der Kippe, aber die Gäste behielten den Kopf oben, kamen vor allem schnell zurück und hatten den Rand-Berlinern mit der erneuten Führung offenbar den Zahn gezogen. Wieder war es ein toller Konter über Paul Werner, als Torwart Möller nur abklatschen lassen konnte und Vetter per Nachschuss volley seinen Doppelpack schnürte (72.).

In der Schlussviertelstunde blieb es natürlich eine enge Partie und Blankenfelde wollte den Ausgleich, hatte jedoch etwas Glück, als Vetter seine Großchance zum 2:4 (85.) liegen ließ. Dass es durchaus auch hätte anders ausgehen können, zeigte sich in der Nachspielzeit, als der Ball nach einem Heber noch auf dem Querbalken des Gäste-Gehäuses landete und der VfB ebenfalls mit dem Glück im Bunde war.

Am Ende bleib es beim vierten Auswärts-Dreier, den die VfB-Kicker mit Mannschaftsgeist einer Spur Cleverness eingefahren hatten. 
Bericht:
Frank Thiemig

Tore: 0:1 T. Richter (10.), 0:2 Vetter (21.), 1:2 Gebauer (29., HE), 2:2 Lukassek (70.), 2:3 Vetter (72.)
Zuschauer: 65
Schiedsrichter: Enrico Großimlinghaus (Kleinmachnow)
BSC: Möller (GK), Maschmann (GK), Cakir, Lukassek, Habler, Bas, Al-Taie (85. Ramirez), Blazynski, Gebauer, Sümnik, Westenberger.
VfB: Kotte, Wenzel, Nemitz, Kriegereit, Erken, Rink (GK, 73. Goßlau), T. Richter, Gutsche (GK), Vetter (GK), P. Werner (GK), Roigk (82. Pospischil).

Landesliga:

Die Premiere im VfB-Duell gegen Trebbin entschieden die Hohenleipischer mehr als deutlich für sich und verbuchten den ersten Heimsieg und den ersten Doppeldreier der Saison nacheinander.

Eine stabile und gut gestaffelte Defensive war in diesem kurzweiligen Spiel die Grundlage für den Kantersieg gegen durchaus ballsichere und schnelle Gäste, die allerdings hinten auch sehr anfällig waren.

Hohenleipisch war vom Anpfiff weg im Spiel, hatte aber Glück, dass der Schieri in der vierten Minute nach riskanter Abwehr nicht auf den Punkt für Trebbin zeigte. Das glich sich mit einer Abseits-Fehlentscheidung wenig später aber wieder aus. Die Platzherren hielten das Heft mit gutem Kombinationsfußball in der Hand und nach Foul von Santos Feliciano am gut aufgelegten Pospischil hieß es Elfmeter, den Paul Werner sicher zum 1:0 verwandelte (17.). Per Konter über die beiden insgesamt ganz stark spielenden Rink auf Goßlau wurden die Einheimischen sehr gefährlich, vertändelten aber (25.). Mit zwei Freistößen verzeichnete Trebbin Torszenen, aber Weisse schoss drüber (27.) und da Silva Junior knapp daneben (29.). Weiter lief der Ball gut in den Hohenleipischer Reihen und das Ergebnis hätte schon bis zur Pause höher geschraubt werden können. Nach Zuckerpass von Lischka verzog Goßlau um Haaresbreite (31.), Nemitz, der wie schon in der Vorwoche eine fehlerfreie Partie ablieferte, zwang Erne per Kopf auf Rink-Flanke zu einer Parade (38.) und Pospischil zielte nach klasse Kombination vorher minimal zu hoch (41.). Fast mit dem Pausenpfiff versuchte Lischka mit einem 35-Meter-Heber den weit vor seinem Kasten postierten Tormann Erne zu überlisten, der Ball ging aber rechts vorbei.

Wie gefährlich der knappe Pausenvorsprung war, zeigte sich gleich nach Wiederbeginn. Erst konnte Erne zwar Rinks Schuss gerade noch zur Ecke lenken und das zweite Gegentor verhindern (47.), im Gegenzug jedoch hatte Santos Feliciano allein vor Drangosch aus zehn Metern den Ausgleich auf dem Fuß. Die Heim-Elf spielte weiter sehr sicher aus der Abwehr heraus belohnte sich nach einer knappen Stunde mit der Mini-Vorentscheidung. Das starke Zuspiel von Pospischil nutzte Richter und tunnelte den Keeper zum 2:0 und Hohenleipisch bestach in der Folge mit flüssigen Kombinationen. Mehr als ein Freistoß – Schröder setzte die Kugel drüber (60.) – sprang für Trebbin zunächst nicht heraus, dafür war die Partie nach einem Doppelschlag endgültig gelaufen. Goßlau brauchte Pospischils Schuss aus acht Metern, der wohl auch im Netzt gelandet wäre, nur noch über die Linie drücken (70.). Ein Treffer mit Sternchen dann wenig später das 4:0 durch Paul Werner, der zwei Trebbiner aussteigen ließ und wartete, bis Tormann und Verteidiger am Boden lagen, um den Ball lässig ins Tor zu lupfen (73.). Kurz darauf kamen die Gäste zum Ehrentreffer, da Silva konnte den Foulstrafstoß aber erst im Nachschuss verwerten, denn Drangosch hatte zunächst pariert (77.). Fast postwendend stellte Werner mit seinem dritten Treffer im Spiel den alten Abstand wieder her, netzte per Drehschuss aus Nahdistanz ein (80.). Die Platzherren spielten clever, ließen den Ball weiter laufen und der eingewechselte Wenzel probierte es nach starkem Angriff mit der Hacke (87.), scheiterte jedoch am Keeper, der kurz vor Abpfiff ohne Chance war, als Stern einen Meter vor der Torlinie leichtes Spiel hatte und das halbe Dutzend voll machte (89.).

Der bisher höchste Saisonerfolg ließ Hohenleipisch ins obere Mittelfeld rücken. Nach bisher wechselhaften Leistungen scheint sich der VfB 1912 langsam gefunden zu haben und erwartet in einer Woche zum Nachholspiel den ungeschlagenen Spitzenreiter.

Tore: 1:0 P. Werner (17., FE), 2:0 T. Richter (57.), 3:0 Goßlau (69.), 4:0 P. Werner (73.), 4:1 da Silva Junior (78., FE), 5:1 P. Werner (80.), 6:1 Stern (89.)
Schiedsrichter: Uwe Schultz (Neuhausen)
Zuschauer: 115
VfB Hohenleipisch: Drangosch, St. Lischka (GK), Nemitz (GK), Rink, Gutsche, Erken (GK, 73. Wenzel), Kriegereit, Pospischil (84. Romanowsky), T. Richter, Goßlau (78. Stern), P. Werner.
VfB Trebbin: Erne, Nyalla Ngatchou (GK), Ribeiro da Hora (68. Kamatz), Vietze, Richter, Weisse (GK), da Silva Junior, Schmitz (46. Mlodzian), Santos Feliciano, Schröder, Vornholt.
Bericht: Frank Thiemig
Bilder: Eckehard Jurowski

Landesliga: Mit einem im Grunde nie gefährdeten Auswärtssieg setzten die Hohenleipischer ihren guten Lauf fort, holten sich nach dem Sieg in Brieske auch das zweite Süd-Derby, diesmal das EE-interne.

Der VfB war von Anfang an am Drücker und ging mit dem nun schnellsten Saison-Tor durch Tom Richter gleich in Führung (3.) Diese Marke hielt bis dahin Michael Roigk, der in Brieske in der 4. Minute traf.

Die Gastgeber, die mit sehr großen Personalproblemen aufgelaufen waren, kamen aber postwendend zum Ausgleich, freilich etwas glücklich mit einem abgefälschten und so unhaltbaren Schuss aus der Distanz. In der Folge standen die Einheimischen massiert tief und waren nur noch im Defensivmodus.

Allerdings trieben die Hohenleipischer den Gegner auch permanent in dessen Hälfte und machten mit der erneuten Führung die Richtung klar. Wieder netzte Tom Richter ein und anschließend versäumte es der VfB, für eine Entscheidung noch vor der Pause zu sorgen. Die größte Chance dazu hatte Steven Erken (40.), der frei einen vom Tormann abgeklatschten Ball – Paul Werner war beim Überlupfen des Keepers gescheitert – aufs leere Tor schoss, wo jedoch Reinhardt per Kopf auf der Linie gerade noch klären konnte.

 

In der zweiten Halbzeit bot sich den zahlreichen Zuschauern, von denen die Hohenleipischer Fans gut die Hälfte stellten, das gleiche Bild.

Schlieben kam im zweiten Abschnitt nicht mehr über die Mittellinie, hatte spielerisch gar nichts entgegen zu setzen, kämpfte aber aufopferungsvoll und teils auch an der Grenze der Regeln.

Das 3:1 für die VfB-Kicker durch Paul Werners zehntes Saisontor war dann der endgültige k.o. für den TSV. Hohenleipisch hatte noch Möglichkeiten für weitere Treffer, landete aber auch so einen völlig verdienten Sieg, weil man das spielerisch bessere Team war, sich auch von der rustikalen Spielweise der Platzherren nicht beeindrucken ließ und erneut mannschaftlich geschlossen auftrat.
Tore: 0:1 T. Richter (3.), 1:1 Schwonke (5.), 1:2 T. Richter (33.), 1:3 P. Werner (65.)
Schiedsrichter: Peter Wickfeld (Annahütte)
Zuschauer: 166
TSV: A. Dehne, Weinert (GK), Knuppe (GK), Müller (88. Zwiebel), Schwonke, (GK, 72. Eigl), Fitzke (GK), Schneider (GK), Höhne, Jäschke (80. Troitzsch), Uhlig, Donath.
VfB: Drangosch, St. Lischka, Nemitz, Rink, Erken, Pospischil, Gutsche, Goßlau (62. Vetter), T. Richter, Stern (GK), P. Werner (GK, 73. Otto).