5. Spt. VfB Hohenleipisch 1912 – FSV Union Fürstenwalde II 1:1

Punkteteilung nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten

Landesliga:

Es bleibt dabei, Fürstenwalde II kann gegen Hohenleipisch auch im elften Duell nicht gewinnen, allerdings gelang den Platzherren auch nicht der erhoffte erste Saisonheimsieg. Den ersten Abschnitt dieser flotten und abwechslungsreichen Partie dominierte Hohenleipisch freilich klar, ließ aber die Chancen, wie in den letzten Spielen häufig,liegen. In der zweiten Halbzeit hatte Union II mehr Zugriff und auch die besseren Möglichkeiten, sodass die Punkteteilung in Ordnung geht.

Dennoch war Fürstenwaldes Spielertrainer Mlynarczyk unzufrieden. “Nach den Chancen in der zweiten Halbzeit hätten wir gewinnen müssen.” Das war aber nur die halbe Wahrheit, denn vor der Pause ließen die VfB-Kicker dem FSV überhaupt keinen Raum, gaben von Anfang mit gutem Spielaufbau, Ordnung in der Abwehr und starkem Pressing den Ton an. Roigk verpasste nach schönem Angriff über rechts per Kopf schon nach vier Minuten die Führung und war auch an einer heiklen Szene beteiligt (24.). Der insgesamt gute Gäste-Keeper warf sich dem Stürmer am Torraumeck entgegen, berührte zwar den Ball, aber mit beiden Händen auch Roigk an dessen Füßen, sodass er zu Fall kam.Am Ende aber wohl korrekt, dass der gut leitende Referee Schultz weiterspielen ließ. Nur zwei Minuten darauf lag der Ball im Union-Tor, Absender Stern kam aber aus dem Abseits. Es war die beste Phase im Spiel der Hohenleipischer, die über die Flügel gefährlich wurden, im Abschluss hatten aber Stern und Werner etwas Pech, dass ihre Schüsse um Zentimeter neben den langen Pfosten gingen (30., 32.). “Das sieht gut aus, jetzt müssen wir uns auch belohnen.” forderte VfB-Trainer Lars Richter. Daraus wurde aber nichts und zudem stabilisierte sich Fürstenwalde in der Schlussphase der ersten Halbzeit etwas, hatte auch seine erste gefährlich Szene nach Angriff über links (40.). Kurz vor dem Pausenpfiff verpassten die Platzbesitzer mit der nächsten dicken Möglichkeit zum wiederholten Male das Führungstor. Rink hatte sich rechts glänzend durchgesetzt und vors Tor geflankt, wo Roigk nicht genug Druck auf den Ball bekam. (43.).

Mit Beginn von Hälfte zwei traten die Gäste ganz anders auf, spielten besser gegen den Ball und hatten durch den agilen Nikzad auch die erste Möglichkeit (54.). Nur schleppend und dann auch nicht konstant fand Hohenleipisch wieder zur Ordnung, hatte durch Werner in der 55. Minute den ersten Torschuss und kurz darauf doch wieder eine große Chance. Den Richter-Freistoß fast von der Eckfahne köpfte Rink wuchtig, aber nicht platziert genug (60.), genau wie Werners Freistoß aus zentraler Position denkbar knapp daneben ging. (63.).Musste sich VfB-Keeper Drangosch bei einem FSV-Konter das erste Mal ganz lang machen, wäre er beim nächstenmachtlos gewesen, aber Nikzad ballerte Mlynarczyks Zuspiel über den Kasten (66.). Das gleiche Muster mit den gleichen Protagonisten, diesmal von der anderen Seite, brachte den VfB wenig später in Rückstand (70.). Die Antwort der Einheimischen kam aber postwendend. Rink mit genauem Pass auf Ayata, der mit einem Strich aus zwölf Metern unter die Latte den Ausgleich markierte (72.) – ein klasse Tor. Alles wieder offen und für jeden noch alles drin. Riesenglück hatte Hohenleipisch, als Nikzad kurz vor der Strafraumgrenze völlig frei den Ball an die Lattenoberkante des leeren VfB-Tores setzte (76.). Erneut war ein Konter gegen aufgerückte Hohenleipischer, die sich jetzt mehr Abspielfehler leisteten, Ausgangspunkt und wahrscheinlich brachte vornehmlich diese Szene den FSV-Coach in Rage, der konnte sich aber auch bei seinem Keeper bedanken, dass der den Ball nach Werner-Schuss gerade noch und wohl doch in Höhe der Torlinie festhalten konnte (82.). In der Nachspielzeit stockte den Zuschauern dann doch noch einmal der Atem als die Fürstenwalder tatsächlich noch den Siegtreffer auf dem Fuß hatten, Drangosch aber letztlich gut reagierte und schon vorher seine Elf im Rennen gehalten hatte. Mit diesem Remis verloren beide Mannschaften einen Platz in der Tabelle, bleiben aber im oberen Mittelfeld. (ft)

Bilder: Frank Thiemig und Eckehard Jurowski

Tore: 0:1 Nikzad (70.), 1:1 Ayata (72.)
Schiedsrichter: Uwe Schultz (Neuhausen)
Zuschauer: 129
VfB: Drangosch, Wenzel, Nemitz, Rink, T. Richter, Th. Lischka, Erken, Stern (67. Ayata), Gutsche, Roigk,, P. Werner.
FSV II: Kühn, Buchwalder (GK), Steinmetz, Kosch, Nikzad, Bamba (GK, 46. Lehmann), Bezill, Mlynarczyk, Woldt (78. Savadogo), Hikade, Dörfer.

Bilder: E. Jurowski