VfB Hohenleipisch 1912 – SG Grün Weiß Rehfelde 3:1

VfB dreht in sieben Minuten das Spiel zum Heim-Auftaktsieg

Tore: 0:1 Haase (22.), 1:1 Krebs (76., ET), 2:1, 3:1 Vetter (80., 83.)
Schiedsrichter: Marc Ruhner (Hornow)
Zuschauer: 141
VfB: Kotte, C. Jentzsch, Mitternacht (GK), Gutsche (GK), Stern (60. T. Richter), Nemitz, Pospischil, P. Werner (RK, 52.), Preibisch (74. Walter), Vetter (GK), Roigk.
SG GW: Hinz, Bohlemann, Fechtner, Mahmuti, Venz (GK, 74. Anton), Duran, Frontzek (GRK 85.), Terzenbach, Juhre, Haase (GK), Krebs.

Mit einem verdienten Heimsieg gegen Aufsteiger Rehfelde ist Hohenleipisch perfekt in die Saison gestartet. Allerdings war es ein ordentliches Stück Arbeit gegen die defensiv und lange Zeit insgesamt gut eingestellten Gäste. „Wir hatten uns schon einiges vorgenommen, waren auf einen Punkt aus und hatten Hohenleipisch in der Vorwoche auch studiert.“ So Co-Trainer Helfried Hedemann, der die Niederlage in den Schlussminuten auch an seinem Keeper festmachen wollte. Allerdings zeigten sich die Gastgeber, bei denen Coach Lars Richter gleich auf einige Stammkräfte verzichten und die Startelf gehörig umstellen musste, besonders ab Mitte der zweiten Hälfte zeitweise spielerisch und jederzeit kämpferisch überlegen, obwohl sie ab der 52. Minute in Unterzahl auskommen mussten. Vielleicht ein Ergebnis der Rehfelder Taktik „… Stürmer Werner mit konsequenter Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen“ (Hedemann), und der wurde von Rehfeldes Venz wahrlich nicht zimperlich beschattet, Werners Reaktion jedoch war natürlich überzogen. Die Überzahl nutzte den Rehfeldern überhaupt nichts, zumal die VfB-Elf ab der 60. Minute mehr und mehr aufdrehte, auch wenn längst nicht alles klappte und echte Chancen zunächst noch ausblieben.

Überhaupt mangelte es an Tormöglichkeiten auf beiden Seiten besonders im ersten Abschnitt. Die SG Grün-Weiß ging mit der ersten in Führung – Haase war rechts allein gelassen worden und netzte flach ins lange Eck ein (22.) – und ließ die Hohenleipischer lange nicht ins Spiel kommen. Werner (36.) und Vetter (43.) hatten die besten Möglichkeiten der Heim-Elf, die gleich nach dem Wechsel noch zwei Strafraumszenen klären musste (49., 50.), danach aber das Geschehen auch mit einem Mann weniger bestimmte. Rehfelder Konterversuche wurden früh unterbunden und die Gäste schienen auch konditionell am Limit. SG-Co Hedemann dazu. „Wenn man ohne Ball immer wieder Löcher zulaufen muss, fällt das am Ende doppelt schwer.“ Dabei war Grün-Weiß einer mehr auf dem Platz.

Ab der 70. Spielminute drängte der VfB dann richtig auf den Ausgleich und sollte die Partie schließlich mit einem starken Schlussspurt drehen. Erst sprangen nur ein paar Ecken heraus, dann verfehlte Nemitz eine klasse Gutsche-Flanke (74.), kurz darauf hatten die Platzherren den erlösenden Ausgleich quasi erzwungen (76.) und dann ging es Schlag auf Schlag. Die Wertung des 1:1 als Eigentor – Krebs fälschte Vetters Schuss ab – verhinderte einen lupenreinen Kurzzeit-Hattrick des VfB-Stürmers. Dennoch avancierte Vetter mit einem Doppelschlag zum Matchwinner. Erst setzte er einen Freistoß in die Tormannecke (80.) und narrte diesen erneut, als er ihm, deutlich wacher, den Ball vor der Nase wegspitzelte und ins leere Tor zum Endstand schob (83.). Schon nach dem 2:1 war das Spiel praktisch entschieden, weil die Grün-Weißen einfach nichts mehr zuzusetzen hatten, allerdings auch nicht aufgaben.

In den letzten fünf Minuten standen sich schließlich zehn gegen zehn gegenüber, weil SG-Kapitän Frontzek die Ampelkarte sah.

Unter dem Strich verdienten sich die VfB-Kicker den Erfolg, weil sie den Dreier einfach mehr wollten und auch aus der diesmal angespannten personellen Situation mit ihrem Teamspirit das beste machten. Dieser wird kommende Woche bei den Preußen in Blankenfelde sicher erneut gefragt sein.
Bericht: Frank Thiemig
Bilder: E. Jurowski und F. Thiemig

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