VfB Hohenleipisch 1912 II – ESV Lok Falkenberg 1:3

VfB-Reserve geht leer aus – Falkenberg nutzt seine Chancen
Landesklasse-Süd:

Die Gäste waren mit der Derby-Sieg-Empfehlung gegen Herzberg angereist und wollten auch auf dem VfB-Gelände punkten, was ihnen letztlich mit der besseren Chancenverwertung am Ende auch verdient gelang und sie sogar auf Tabellenplatz zwei, punktgleich mit dem Spitzenreiter, verbleiben ließ. Beide haben als einzige noch eine weiße Punkteweste.

Die Platzherren, mit einigen Personalsorgen gestartet und demnach mit zwei Ü-40-Spielern auf der Bank, verpassten in der Anfangsphase die Führung, die Falkenberg nach gut einer halben Stunde gelang, wobei der Schuss von Müller noch abgefälscht im Netzt landete. Bis zur Pause diktierte Lok dann die Partie, machte den stabileren Eindruck, es blieb aber bei dem knappen Vorsprung.

Mit Wiederbeginn wurden die Einheimischen aktiver, erlangten nach und nach die Kontrolle, kamen aber bestenfalls zu Halbchancen. Die Falkenberger wurden nun zu Fehlern gezwungen, kamen kaum noch ins Aufbauspiel und dennoch erhöhten sie Mitte der zweiten Halbzeit. Ein Missverständnis in der VfB-II-Abwehr brachte Keeper Lehmann in Bedrängnis und der gerade eingewechselte Meißer war der Nutznießer.

„Noch ist Zeit!“ hörte man vom Hohenleipischer Trainer-Team und die Platzherren drängten nun auch auf den Anschluss, zumal die Lok-Elf nach der Ampelkarte für Müller in Unterzahl war. Klasse vom wuchtigen Walter angespielt, traf Tom Richter zum 1:2 – alles wieder offen. Nach Freistoßflanke hatte Chris Richter sogar den vermeintlichen Ausgleich geköpft, der aber wegen knappem Abseits keine Anerkennung fand.

Falkenberg warf alles hinein, wehrte fast jeden Angriff ab oder die Schüsse gingen am Lok-Tor vorbei. Nachdem sich ESV-Kapitän Blumberg eine komplett überflüssige glatt rote Karte abgeholt hatte, standen jetzt sogar zwei VfB-Kicker mehr auf dem Rasen. Allein es nützte der VfB-Mannschaft nichts und der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen. Alles nach vorn werfend, kassierte die Heim-Elf per Konter sogar den 1:3 Endstand und statt dem erhofften Punkt, ging sie leer aus.

Diesmal war sicher auch eine Portion Lehrgeld dabei für die Hohenleipischer Zweite, die kommende Woche beim nächsten und nach Sieg und Remis noch ungeschlagenen Aufsteiger Groß Gaglow erneut gefordert ist. (ft)

 

Tore: 0:1 Müller (33.), 0:2 Meißner (68.), 1:2 T. Richter (70.), 1:3 Möbus (90.)
Schiedsrichter: Eric Scholz (Schlieben)
Zuschauer: 35

VfB II: F. Lehmann, St. Werner, Hubrig, D. Lange (35. Weise), Schiffner (39. Fischer), T. Richter (GK), Stenzel, Ch. Richter (GK, 90+3. Rost), Walter, Vogt, Romanowski (GK).
ESV: Schildt, Lehmann, J. Heyde (GK), Krille (84. T.Heyde), Blumberg, Möbus, Kretschmer (56. Prinz), Müller (72. GRK), Zscherneck (63. Meißner), Schrey (GK), Spiegel.

Bilder Frank Thiemig