VfB Hohenleipisch 1912 – MSV 1919 Neuruppin 0:4

VfB-Elf nach couragierter Leistung ausgeschieden

Die 2021er Pokalreise der Hohenleipischer endete mit der Niederlage gegen den Oberligisten MSV Neuruppin im Achtelfinale. Dabei hört sich das Ergebnis viel klarer an, als es das Spiel hergab. „Wir haben ja nicht nur sehr gut gegengehalten, sondern waren vor und nach der Pause sogar das bestimmende Team, hatten bis zum 0:2 ein klares Chancenplus, belohnten uns aber wie schon in den letzten Partien nicht.“, konstatierte VfB-Coach Daniel Gängler. Sein Pendant Henry Bloch war „Nicht wirklich zufrieden, besonders Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit.“ Sein Ziel, Schwung für die Oberligasaison zu holen, schien demnach auch nicht erreicht, denn ein Klassenunterschied war lange Zeit nicht erkennbar. „Hohenleipisch hat durchaus überrascht und wahrlich nicht wie ein Tabellenvorletzter gespielt.“ ergänzte der MSV-Trainer.

Dafür konnten sich die Einheimischen, die schon nach 30 Sekunden zum ersten Abschluss kamen, aber nichts kaufen. In der Folge flankten sie mehrfach vors Tor, ohne aber gefährlich zu werden. Dagegen saß der erste richtige Neuruppiner Angriff zum 0:1 (14.). Der VfB zeigte sich kaum geschockt, hielt die Ordnung und der MSV-Trainer wies lautstark seine Mannen an, „alles zu statisch…“ hörte man immer wieder. Ein Konter brachte die zweite Neuruppiner Chance, aber Keeper Ach parierte (37.). Praktisch im Gegenzug touchierte Vetters Schuss den Pfosten, Hohenleipisch hatte jetzt die Oberhand und der MSV zweimal mächtig Glück. Erst rollte der Ball auf der Torlinie an den Innenpfosten und beim Versuch, die Kugel über die Linie zu drücken wurde Paul Werner äußerst grenzwertig gestört. Den Elfmeterpfiff verwehrte der Schieri den Einheimischen in dieser sehr strittigen Szene (40.).

Den zweiten Durchgang begann die VfB-Elf mit einem Sturmlauf auf das Tor. Gleich drei beste Möglichkeiten blieben aber ungenutzt, was sich rächen sollte. Vogt bekam nicht genug Druck auf den Ball (46.), Walter köpfte frei knapp am langen Pfosten vorbei (47.) und Paul Werners Hereingabe nach kleinem Solo fischte der Tormann vor einem einschussbereiten Hohenleipischer noch weg (50.). Spätestens nach Vetters Volleyschuss, den MSV-Keeper Pöhl zur Ecke lenken konnte (54.), wäre der Ausgleich fällig gewesen und es ist freilich reine Spekulation, wie die Partie dann gelaufen wäre. So aber stand es statt 1:1 oder 2:1 durch einen abgefälschten Ball nach einer Stunde plötzlich 0:2. Das spielte den Gästen natürlich in die Hände und in der Folgezeit rissen sie das Geschehen mehr und mehr an sich. Die Abstände in den VfB-Reihen wurden jetzt größer und konditionell zeigten sich die MSV-Kicker stärker, machten das Spiel breit und trafen noch zweimal. Der Ehrentreffer blieb den nie aufgebenden Platzbesitzern am Ende verwehrt, die beste Möglichkeit dazu hatte Paul Werner per Kopf (76.). Am Ende ging der MSV-Sieg natürlich in Ordnung aber die VfB-Elf schied nach einer couragierten und insgesamt spielerisch guten Leistung erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb, scheiterte letztlich erneut an der Chancenverwertung.   (ft)

Tore: 0:1 Jose (14.), 0:2 Koch ( 60.), 0:3 Jose (66.), 0:4 Koch (78.)
VfB: Ach, Mitternacht, Nemitz, Bischof (GK, 80. Weiße), Jentzsch (66. Otto), Rink, Pospischil, Vetter, Vogt ( 66. T. Lehmann), Walter (80. Janke), P. Werner
MSV: Pöhl, Haack, Eichhorn, Koca, Lemke, Jose, Kratz, Blumenthal (46. Hacker), Ibrahim, Koch, Klimaczewski (77. Sommer).
Schiedsrichter: Tino Stein ( Brieselang)
Zuschauer: 194
Bilder: E. Jurowski und F. Thiemig