VfB Hohenleipisch 1912 – SV Germania 90 Schöneiche 0:3 (0:1)

VfB mit zu vielen Fehlern – bittere Niederlage gegen den Spitzenreiter
Es wurde nichts mit dem Fortsetzen des Aufwärtstrends bei den Hohenleipischern und mit dem erhofften Zähler gegen den Tabellenführer. Dazu war die Fehlerquote insgesamt und besonders in zwei entscheidenden Situationen einfach zu hoch und Schöneiche zu effizient. Und für eine couragierte Leistung allein gibt es nun mal keine Punkte, das ist nichts Neues und die VfB-Kicker mussten dies zum wiederholten Mal in dieser Saison erfahren und es half auch nicht, wenn Gäste-Trainer Oliver Richter – „Kompliment an Hohenleipisch für dieses Spiel, wobei uns die eher glücklichen Führung natürlich voll in die Karten gespielt hat.“ – lobende Worte fand. Seine Elf entschied, die von beiden Seiten intensiv geführte Partie, verdient für sich, wenn auch um ein, zwei Tore zu hoch.
Vom Anstoß weg legten beide ordentlich Tempo vor, die Platzherren hatten die ersten Abschlüsse, mussten jedoch früh einem Rückstand hinterherlaufen. Einen komplett unnötig verursachten Freistoß zwanzig vor dem Tor ließ VfB Keeper Kotte prallen und Hohlfeld hatte im zweiten Nachsetzen keine Mühe, den Ball über die Linie zu drücken. In der Folge bestimmten die Schöneicher das Geschehen, pressten früh und stark und zwangen die Gastgeber immer wieder zu Fehlabspielen.
Nach einer halben Stunde wurde das Spiel offener, wenngleich der VfB kaum zu einem geordneten Spielaufbau und dennoch zu einigen Offensivaktionen kam, aber vor dem Tor harmlos blieb. Die Gäste tauchten auch nur bei Eckbällen im VfB-Strafraum auf und so gab es bis zur Pause fast keine Torschüsse auf beiden Seiten.
Der zweite Abschnitt begann dagegen mit Möglichkeiten hüben und drüben. Erst wurde Vetters Schuss noch auf das Außennetz abgelenkt (47.) und dann setzte Tuchtenhagen einen SV-Freistoß an die Latte (50.). Freistoß hätte es auch im Gegenzug geben müssen, ein Schöneicher hatte bei Walters Schuss an der Strafraumgrenze klar drübergehalten, Schieri Wickfeld sah das von der Mittelkreislinie allerdings anders. In der Folge blieb das Spiel äußerst lebhaft und nach einer Stunde schien der Ausgleich durchaus im Bereich des Möglichen, nachdem Roigk, (58.), Walter (61.) und Vetter (62.) zumindest ein Achtungszeichen gesetzt hatte. Allerdings häuften sich nun auch wieder die Fehlabspiele in den Reihen der Gastgeber und Schöneiche blieb mit seinem Konterspiel stets gefährlich. Angerhöfer (63.) und Hohlfeld (69.) scheiterten am stark reagierenden Kotte, der seinen Fehler spätestens jetzt gutgemacht hatte, aber im nächsten Moment zumindest nicht von einer Teilschuld freigesprochen werden konnte. Der VfB, unter Druck gesetzt, brachte die Kugel nicht kontrolliert aus der eignen Hälfte, Schöneiche suchte direkt den Weg zum Tor ob nun der Hohenleipischer Abwehrspieler nicht nah genug dran war oder der Keeper zu sehr zögerte, war letztlich egal, denn man lag nun zwei Tore hinten (70.). Wieder nach schweren Fehlern, wieder selbst verschuldet.
Die Einheimischen verzagten aber zu keinem Zeitpunkt, rannten und kämpften, hatten ein paar Torszenen, brachten die Randberliner aber nicht in echte Bedrängnis. Statt des durchaus verdienten Anschlusstreffers kassierte man – in der Schlussphase weit aufgerückt – sogar noch das dritte Gegentor und musste eine bittere Niederlage quittieren, weil mehr drin war gegen den Tabellenersten.
Tore: 0:1 Hohlfeld (13.), 0:2 Angerhöfer (70.), 0:3 Teterea (90.)
VfB: Kotte, Mitternacht, Nemitz (GK), Gutsche (GK), Rink, Jentzsch (74. T. Lehmann), Pospischil, Roigk, Vetter, Walter, P. Werner.
SV 90: Küter, Vogt (GK), Naftz (GK, 85. Moritz), Karlsch, Mitscherlich (GK), Gruner, Hohlfeld (78. Spann), Tuchtenhagen (85. Wiedenhöft), Kulecki, Borchardt (19. Teterae), Angerhöfer.
Schiedsrichter: Peter Wickfeld (Annahütte)
Zuschauer: 75
Bericht: Frank Thiemig
Bilder: F. Thiemig und E.Jurowski