VfB Hohenleipisch 1912 – SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz 3:0 (1:0)

Die Hohenleipischer bestätigten ihren derzeitigen leichten Aufwärtstrend und belohnten sich diesmal mit einem jederzeit verdienten Heimsieg gegen Ströbitz. Von Beginn an übernahmen die Platzherren die Initiative und lagen schnell vorn. Eine Pospischil-Ecke setzte Nemitz per Kopf in die Maschen (5.) und der VfB bestimmte die Partie danach mit kontrolliertem Spielaufbau und ließ durch das starke Pressing die Gäste nicht ins Spiel, geschweige zu Abschlüssen kommen. Davon hatten die Einheimischen genug, machten es das eine oder andere Mal aber noch zu kompliziert und erspielten sich dennoch eine ganze Reihe von Torchancen. Popspischil schoss nach schönem Angriff über rechts drüber (17.), Walter scheiterte nach feinem Steckpass von Erken (30.) an Keeper Fobe, Werners Kopfball landete an der Latte (31.) und den Schuss von Walter lenkte der Tormann noch um den Pfosten (35.). Die Hohenleipischer blieben am Drücker und hatten kurz vor der Pause die nächsten Möglichkeiten zum längst fälligen zweiten Tor. Erst parierte Fobe den Gutsche-Schuss von der Strafraumgrenze mit Flugparade (43.), dann zögerte Walter nach Klasse-Zuspiel etwas zu lange und der Ball rollte knapp neben den langen Pfosten (44.) und schließlich landete der Kopfball von Werner auf, statt im Netz (45.). Mit diesem knappen Vorsprung wurden die Seiten gewechselt und natürlich hoffte man beim Hohenleipischer Anhang, dass sich die vielen ausgelassenen Möglichkeiten nicht rächten.
Mit Wiederbeginn war das Spiel etwas ausgeglichener, den nächsten Akzent setzten aber wieder die Platzbesitzer. Werner verzog jedoch frei nach einem Super-Anspiel von Walter (55.) und wenig später wurde dem VfB-Angreifer im letzten Moment der Ball vom Fuß genommen (61.). Der fragile Spielstand und die in dieser Phase etwas mutiger agierenden Ströbitzer erhöhten durchaus die Spannung, gleich wenn Wacker keinerlei Torgefahr bewirkte und VfB-Schlussmann Kotte nicht einmal gefordert wurde. Hohenleipisch zog ab der 70. Minute aber wieder deutlich an und exakt mit Beginn der Schlussviertelstunde erlöste Walter mit seinem straffen Schuss seine Mitspieler, den Trainer und das Hohenleipischer Publikum. Das 2:0 war mehr als eine Vorentscheidung, zumal anschließend der Ball nur noch in Richtung Wacker-Tor lief und das Tempo im VfB-Spiel überhaupt nicht nachließ. Folgerichtig das 3:0 durch den wenig vorher eingewechselten Preibisch, der vehement nachsetzte und sich über sein erstes Liga-Tor freuen durfte (81.). Und in der Schlussphase war sogar ein noch höheres Ergebnis möglich. Unter anderem machten es Lehmanns Flanken mehrfach gefährlich vor dem 09-Gehäuse und Werner hatte an diesem Tag anscheinend einfach kein Glück, konnte das an diesem Tag aber sicher verschmerzen. Erst bekam der Tormann seinen Schuss mit kurioser Körperdrehung noch zu fassen (84.) und parierte dann auch noch seinen Kopfball (88.), sodass es beim auch in der Höhe korrekten VfB-Heimerfolg blieb.
Während Ströbitz Spielerisch und in puncto Torgefahr kaum etwas zustande brachte, hatten die Gastgeber deutlich mehr investiert und eine mannschaftlich geschlossene Leistung abgeliefert, auf der sich aufbauen lässt.
Dem Ströbitzer Nizar Mestetef wünscht der VfB Hohenleipisch an dieser Stelle gute Besserung und schnelle Genesung. Mestetef musste schon in der Anfangsphase des Spiels wegen einer schweren Knieverletzung – er war ohne gegnerische Einwirkung unglücklich gelandet – vom Platz und wurde per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
Bericht: Frank Thiemig
Tore: 1:0 Nemitz (5.), 2:0 Walter (75.), 3:0 Preibisch (81.)
Schiedsrichter: Sebastian Rother (Beelitz)
Zuschauer: 107
VfB: Kotte, C. Jentzsch, Rink, Nemitz, Pospischil, Gutsche, Erken (83. T. Lehmann), Vogt (69. Preibisch), P. Werner, Roigk, Walter
Wacker: Fobe, Heumann, Lahr, Hovestadt (81. Walter), Mestetef (81. Halko), Kowal, Dreiee, S. Voigt, Rostock, Schütz, T. Voigt.
Bilder: E. Jurowski und F. Thiemig

 

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